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Hans Mattis Teutsch wurde am 13. August 1884 in Brassó (Kronstadt) im westungarischen Siebenbürgen geboren (das seit 1920, dem Friedensvertrag von Trianon, als Brasov zu Rumänien gehört). Sein Vater war JánosMátis, ein damals 29-jähriger ungarischer Schneidergeselle, der bereits vor seiner Geburt an Tuberkulose verstarb. Daraufhin heiratete seine 20-jährige, sächsisch-stämmige Mutter, Jozefin Schneider, Tocher eines Kürschnermeisters, noch vor der Geburt ihres Sohnes den ebenfalls sächsisch-stämmigen Friedrich Teutsch, Angestellten an der lokalen Brauerei, welche ihn als sein eigenes Kind erzog.

In seiner Jugend figurierte er Hans Mattis Teutschunter verschiedenen Kombinationen der Geschlechtsnamen seines leiblichen Vaters Mátisund seines StiefvatersTeutsch. Im 1904,20 -jährig, nahm er offiziell den Doppelnamen Mattis Teutsch an, welche aus dem Namen des Stiefvaters, Teutschund einem klanglich an den Namen des leiblichen VatersMátis erinnernden Teilzusammengesetzt ist. Diesen Doppelnamen, unter welchen er auch als Künstler bekannt wurde, benutzte er lebenslänglich. Seine Namensänderung und sein etwa zeitgleicher Fortgang von Kronstadt nach Budapest ist nur schwerlich anders interpretierbar als eine Art Rebellion und Ausdruck seiner Unzufriedenheit mit seinen bis dahin herrschenden Lebensumständen.

Seine Muttersprache war deutsch und ungarisch lernte er erst halbwüchsig, anlässlich seiner Berufsausbildung. Seine Schriften und auch Gedichte verfasste hat er allesamt auf Deutsch verfasst.

Nach Abschluss der deutschsprachigen Elementarschule besuchte er das ebenfalls deutschsprachige Honterus Gymnasium in Kronstadt.

1897 – 1901 war er Schüler der Holzgewerbefachschule in Kronstadt.

1901 – 1902Studium an der königlichen Gewerbekunstschule in Budapest

1903 – 1905 Studium der Bildhauerei an der Königlich-Bayerischen Kunstakademie in München

1905 – 1908 Aufenthalte in Paris, wo er sein Lebensunterhalt zeitweilig mit dem Schnitzen von Bilderrahmen verdiente.

1909 Heiratete er GizellaBorsos und wurde zum Lehrer an zum an der Holzgewerbefachschule in Brassó ernannt, wo er – mit Unterbrechungen – lebenslänglich Kleinplastik und Stilgeschichte unterrichtete.

1910 Geburt seiner Tochter Ella

1913 Geburt seines Sohnes János. Er ist in den frühen 1910-er Jahren zeitweilig in der Nachbarschaft von Budapest, in Ujpest, wo er mit seiner Familie auch wohnt, als Zeichenlehrer tätig und beteiligt sich mit seinen Gemälden an diversen Kunstaustellungen, jedoch ohne besonderen Erfolg.

1916 Tod seiner Frau GizellaBorsos am 16. Juni in Kronstadt.

1916 nahmer, gegen Ende des Jahres, in Budapest Kontakt mit Lajos Kassák und seinerdamalsneu gegründeten Zeitschrift «MA» (was «Heute» bedeutet) für Literatur und Kunst auf.

Seine Arbeiten stiessen bei Kassák spontan auf Gefallen. Bereits in der Februarnummer 1917 von MA erschienen zwei seiner Schnitte, darunter ein Linoleumschnitt auf der Frontseite und zwei seiner Gemälde ganzseitig reproduziert.

Seine Werke -insgesamt 14 Schnitte und 6 Gemälde – werden in der Folge zu den meistreproduzierten auf den Seiten der MA während deren weniger als dreijährigen Bestehens in Budapest – bis Juli 1919 –und vorgängig zuderen politisch bedingten Emigration und Neuerscheinung in Wien im Mai 1920.

1917 veranstaltete Lajos Kassákim neueröffneten Ausstellungslokal seiner Zeitschrift MA, in Budapest,Mitte Oktober deren erste Kunstaustellung aus Hans Mattis TeutschGemälden. Gleichzeitig erschien, vom MA verlegt, ein Album mit 12 seiner Original-Linoleumschnitten in 100 nummerierten, sowie in5 vom Künstler eigenhändig gedruckten und handsignierten Amateur-Exemplaren auf handgeschöpftem Papier.

Im gleichen Jahr entstand seine Gemäldeserie mit Landschaftsgemälden, welche m. E. als«anthropomorphe Baumdarstellungen»bezeichnet werden kann und von der etwa ein Dutzend Exemplare bekannt sind,welche sichseit den 1970-er Jahren etwa hälftig im Besitz von ungarischen Museen und eines rumänischen Museumsbefinden.

1918 Mattis Teutsch beteiligte sich im September mit 5 Gemälden an der III. Kollektiv-Ausstellung von MA, zusammen mit Béla Uitz, JánosKmetty, Lajos Gulácsy, György Ruttkay und József Nemes-Lampérth. Im November wurden dort, im Rahmen der V. Ausstellung, 62 seiner Werke – Linolschnitte, Aquarelleund 42 Ölgemälde, zusammen mit 3 Skulpturen von SándorGergely gezeigt. Gleichzeitig erschien auf den Seiten der Zeitschrift eine ganzseitige, von Iván Hevesy verfasste, Würdigung seiner als vollkommen subjektiv charakterisierter Kunst, welche: «aus der realen Formen der Natur abstrakte künstlerische Formen kreiert, welche derart nicht mehr Symbole von Gegenständen, sondern Ausdruck von Gefühlen sind»

In der Nummer 3-4. der budapester Zeitschrift Jelenkorwurde über eine Ausstellung seiner Werke in Wien berichtet. Im Juli 1918 wurdeim Ausstellungsraum der Zeitschrift «Der Sturm»eine Einzel-ausstellung seiner Arbeiten gezeigt und in deren Juninummer eine seiner Linolschnitte reproduziert.

1918 – 1919 entstand seine Gemäldeserie «Empfindungen» und vermutlich auch die Mehrheitder naturfarbigen und farbigen Skulpturen welche zum Teil stilisierte menschliche Figuren und zum Teil abstrakte Phantasie-Figuren darstellen. 1919 heiratete er die österreichische Klavierkünstlerin Marie Konrad,die er im Vorjahr anlässlich seiner Ausstellung in Wien kennengelernt hatte. Diverse Ausstellungen seiner Werke in Siebenbürgen wurden gezeigt.

1921 -1923 entstand seineexpressionistischeGemäldeserie, welcher er nachträglich – in 1950,anlässlich der Geburt seines Enkels Waldemar – den sehr gut passenden Namen «Seelenblumen» verlieh und von welchen heute etwa 20 eindeutig dazu zählbare Exemplare bekannt sind.

1921 fand eine Zweierausstellung mit seinen und Paul Klee’s Arbeiten an der Galerie «Der Sturm» in Berlin, bei der er nach der Mitte 1919 erfolgten Emigration von Kassák’s MA nach Wien eine neue geistige Heimat fand,sowie daselbst auch Teilnahme an einer Gruppenausstellung mit u.a. Alexander Archipenko, Nell Walden, Marc Chagall, was den Umstand deutlich zum Ausdruck bringt, dass man ihn zur Gruppe der international führenden Expressionisten zählte.

1923 – 1927 Darstellung der Beteiligungen an diversen Ausstellungen in mehreren westeuropäischen Ländern, Rumänien und in der Sowjetunion. Entstehung seiner Serie von schlanken, armlosen weiblichen Aktfiguren,zumeist aus Holz mit schwarzer Lackierung,aber mitunter auch aus Messing- und Aluminiumguss.

Etwa 1927 Schluss mit seiner 1916 begonnenen, überwiegend aus Linolschnitten bestehenden graphischen Tätigkeit,von der rund 170 diverse Exemplare bekannt sind.

Um1929 zog er sich nach Kronstadt / Brasovzu seiner Familie und zu seiner Unterrichtstätigkeit an der dortigen Holzgewerbefachschule zurück und liess danach während etwa 12 bis 15 Jahren, bis zur Mitte der 1940-er Jahre und Ende des 2. Weltkrieges,seine künstlerische-sowie auch Ausstellungs-Tätigkeit pausieren. Man kann dies wohl als seine negative Äusserung zu den damaligen Ereignissen, spezifisch zu dem Nazismus, interpretieren.

Nach 1945 nahm er die Malertätigkeit- nicht hingegen die graphische und bildhauerische – erneut auf, jedoch in einem vom vorherigem völlig abweichendem Stil.Damit blieb er bis zu seinem Tod im 1960, im Alter von 74 Jahren,aktiv.

Wie es aus dem Obigen hervorgeht fing der massgebliche Zeitabschnitt von Hans Mattis Teutsch’s künstlerischer Laufbahn erst im bereits reifem Alter von 32 Jahren an und fand danach in etwa 10 Jahren statt, was jedoch ihren hervorragenden Wert und ihre Bedeutung keinesfalls vermindert, sondern ihr auch von diesem Blickwinkel her betrachtet eine besondere Note verleiht.

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