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Nicolas Eber: Hans Mattis Teutsch – Eine Künstlerlaufbahn welche an Wunder grenzt.

Dies ist eine wahre Geschichte, welche selbst Skeptiker daran glauben lassen kann, dass es auf dieser Welt noch echte Wunder gibt. Worin bestand das Wunder? Darin, dass Ende 1916, während des 1. Weltkrieges, ein bereits 32-jähriger, als Halbwaise geborener und mit zwei kleinen Kinder verwitweter Zeichenlehrer aus Siebenbürgen urplötzlich vom Vertrauen eines anderen, aus Arbeiter durch Selbstbildung zum Schriftsteller und Kunstzeitschrift-Redaktor gewordenen Altersgenossen dazu ermutigt wird, serienweise völlig neuartige Gemälde, Skulpturen und Graphiken zu kreieren. Der Zeichenlehrer hiess Hans Mattis Teutsch, der Redaktor Lajos Kassák und die Kunstzeitschrift MA (was auf Deutsch HEUTE heisst).

Der ungarische Vater des 1884 in der siebenbürgischen Stadt Brasov, deutsch Kronstadt, geborenen Hans Mattis Teutsch, der von Beruf Schneider war verstarb krankheitshalber bereits vor dessen Geburt. Seine Mutter, die der dortigen sächsischen, deutschsprachigen Minderheit angehörte, heiratete daraufhin einen zur gleichen Minderheit gehörigen Beamten des lokalen Schlachthofes namens Friedrich Teutsch, der somit zu seinem Stiefvater wurde. Von ihm stammte bei der Taufe sein zweiter Vorname, Friedrich. Mattis Teutsch’s Muttersprache wurde unter diesen Umständen deutsch. Ungarisch lernte er erst im Laufe seiner Ausbildung als Holzschnitzer an der dortigen Gewerbeschule. Danach, also etwa zwischen seinem 17. Und 20. Altersjahr, hat er sich zunächst ein Jahr lang an der Gewerbe-Zeichenschule in Budapest und danach zwei Jahre an der Bildhauerfakultät der Kunstgewerbe-Akademie in München weitergebildet. Den Doppelnamen Mattis Teutsch erhielt er erst zwanzigjährig bei der Adoption durch seinen Stiefvater. Im Laufe seiner Jugendjahre figurierte er unter vier bis fünf verschiedenen Namen, welche aus Kombinationen der Geschlechtsnamen Mattis, Mátisz und Teutsch sowie der Vornamen János und Johann entstanden. Es ist offensichtlich, dass diese Vielfalt sich kaum stärkend auf sein Selbstbewusstsein auswirken konnte.

Nach Beendigung seiner Studien war er etwa zwei Jahre lang in Paris – als Erwerbstätigkeit – mit dem Schnitzen von Bilderrahmen beschäftigt. Im Jahre 1908 wurde er Lehrer für Kleinplastik und Stilgeschichte an der Gewerbeschule in Brasov, eine Tätigkeit welcher er – mit längeren Unterbrechungen – bis an sein Lebensende treu blieb. Regelmässig zu malen fing er ebenfalls etwa um 1908 an und mit seinen Arbeiten beteiligte er sich wiederholt an diversen Ausstellungen. Etwa zwischen 1912 und 15 war er in Ujpest, ein Nachbarort von Budapest, als Zeichenlehrer tätig und dort heiratete er auch seine erste Frau, Gizella Borsos, welche ihm einen Sohn und eine Tochter gebar, aber bereits in 1915 verstarb. Bezüglich der Datierung seinerfrühen Gemälde, welche in dieser Zeit entstanden und von denen hier weiter unten einige reproduziert sind, herrscht grosse Unsicherheit. Bezeichnenderweise tragen sie in der Literatur Jahresangaben wie 1908 – 1910 und sogar 1910 – 1915.

Die grosse und entscheidende Wende kam, als Lajos Kassák in seiner kurz vorher, im Herbst 1916, lancierten Zeitschrift für Literatur und bildende Kunst, MA, im Februar 1917 anfing seine Gemälde und vor allem seine Schnitte regelmässig abzubilden und im Oktober 1917 sogar die erste Ausstellung im neu eröffneten Ausstellungslokal der Zeitschrift in Budapest aus seinen Gemälden veranstaltete. Lauf einer Fotografie der Ausstellung (Abb. 1) enthielt sie – vielleicht mit einer einzigen Ausnahme – keine Skulpturen. Dies scheint auch bei der zweiten, ein Jahr später, im November 1918 gezeigten Ausstellung der Fall gewesen zu sein, wie dies von der Liste der dort gezeigten Werke in der Zeitschrift hervorgeht.

Bezüglich der Linoleumschnitte bestand hingegen anscheinend ein Unterschied zwischen den zwei Ausstellungen, indem anlässlich der zweiten Ausstellung einerseits unter den insgesamt 62 ausgestellten Arbeiten 9 Linolschnitte waren und gleichzeig mit der Ausstellung auch ein Linoleumschnitt-Album mit 12 Blättern, in einer Auflage von 100 Exemplaren veröffentlicht wurde, nebst einer Sonderauflage von 10 Exemplaren, auf geschöpftem Papier, im eigenhändigem Druck und mit der Signatur des Künstlers.

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1. Gemäldeausstellung von Hans Mattis Teutsch in Budapest, bei MA, im Oktober 1917

Bemerkenswert erscheint, dass die erste graphische Arbeit von Mattis Teutsch, welche im Februar 1917 in der MA reproduziert wurde, ein Holzschnitt war (d. Abb. 2) aber mit einer einzigen Ausnahme – im Juni 1917 – alle anderen 18 der insgesamt 20 auf den Seiten der MA reproduzierten graphischen Blätter von ihm Linolschnitte waren. Dies erweckt die Möglichkeit, dass Mattis Teutsch mit der Anfertigung von Linolschnitten vielleicht erst im 1917 und nur im Hinblick auf ihre Veröffentlichung im MA anfing.

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2. Hans Mattis Teutsch: Holzschnitt, 1916, 102 x 109 mm

Es ist nicht ganz leicht zu erraten was dieser Holzschnitt darstellt. Ich vermute, dass es die Köpfe von zwei auf einem Sofa oder auf einer Kutschenbank sitzenden Personen von hinten gesehen sind.

Das erste weiter unten gezeigte der frühen Gemälde von Mattis Teutsch(Abb. 3.) stellt eine auf einer Bank sitzende Frau in einer parkähnlichen Umgebung dar. Das nicht signierte Bild, welches direkt aus dem Besitz der Familie Mattis Teutsch stammt, ist auch anlässlich der grossen retrospektiven Ausstellungen im 2001 in der Ungarischen Nationalgalerie in Budapest und im Haus der Kunst in München gezeigt worden. Es istdaher zweifellos authentisch. Es wirkt jedoch trotz seines angenehmen Anblicks und farblichen Harmonie irgendwie hölzern und unbeholfen und wenn man entdeckt, dass die grüne Hecke, welche die Bank umschliesst auf welcher die Frau sitzt,keinen Durchgang aufweist, folgert man zwangsläufig, dass es nicht nach der Natur gemalt wurde, sondern so etwas wie ein Fantasieprodukt eines Anfängers oder Amateurs ist. Aufgrund dessen kommen Zweifel bezüglich dessen Datierung auf und lassen vermuten, dass es eher eine viel frühere Jugendarbeit, als das Werk eines akademisch gebildeten Bildhauers und Zeichenlehrers sei.

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3. Hans Mattis Teutsch: Im Park, 1908-1910 (?), Öl / Karton, 46 x 48 cm

Das nächste hier unten reproduzierte Gemälde (Abb. 4), welches eine Landschaft darstellt, ist in der Literatur ebenfalls auf 1908 bis 1910 datiert, es wirkt aber im Vergleich zu dem vorher dargestellten als reifer und gekonnter,man könnte auch sagen lockerer und virtuoser. Es verrät gleich wie schon das vorherige eine besondere Beziehung von Hans Mattis Teutsch zu den Bäumen, welche auf diesem Bild andeutungsweise bereits anthropomorphisiertund wieim Zwiegespräch miteinander erscheinen.

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4. Hans Mattis Teutsch: Landschaft, 1908-1910, Öl /Leinwand, 50 x 60 cm

Die unten gezeigten Beispiele aus den Arbeiten, welche in der ersten Hälfte oder gegen die Mitte der 1910-erJahren entstanden, macht verständlich weshalb sich der offenbar sehr urteilssichere und mutige Lajos Kassák quasi schon auf den ersten Blick in die Bilder von Hans Mattis Teutsch verliebte und dass dies nicht grundlos geschah.

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5. Landschaft bei Brasow, 1910-1915, Öl/Karton, 50 x 60 cm

Scan.20   Scan.baum Scan.20

6. Landschaft, 1916, 230 x 170           7. Baum, 1916, 230 x 170                   8. Andacht, 1916, 110 x 121

Der Umstand, dass Lajos Kassák dem bis anhin so gut wie unbekannten Hans Mattis Teutsch in seiner Zeitschrift MA einen so breiten Platz bot und eine grosse Einzelausstellung aus seinen Arbeiten veranstaltete, hat sich bei ihm bezüglich seiner Inspiration und Schöpfungsenergie,einigermassen verständlichaber in ihrer Intensität, Ausdrucksstärke und Vielfältigkeit dennoch überraschend stark ausgewirkt und ihm in symbolischer Hinsicht Flügel verliehen. Dies hat sich zeitlich zuerst 1917 in einer Serie von Ölgemälden mit anthropomorphen Baumdarstellungen manifestiert, deren Neuartigkeit, Zauber und Bedeutung kaum überbetont werden kann. Dennoch blieben sie bis jetzt von der Kunstgeschichte,obwohl überwiegend in ungarischem und rumänischem Museumsbesitz befindlich, so gut wie vollständig ignoriert – bzw. auf keinen Fall gebührend anerkannt und gewürdigt.

Ich versuche hier weiter unten mit einigen Reproduktionen von ihnen die Erinnerung an sie wachzurufen und ihre absolute Einmaligkeit zu demonstrieren. Der Umstand, dass von ihnen anscheinend nur eine Handvoll Exemplare in einer begrenzter Zeitspanne entstanden sind, lässt sich als eindeutiger dahingehender Hinweis betrachten, dass sie bereits zur Zeit ihrer Kreation auf Unverständnis stiessen, woran sich im Laufe eines Jahrhunderts gar nichts geändert hat. Man kann dies füglich als eine sehr traurige Bilanz bezeichnen.

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9. Freudige Begegnung, 1917, Öl/Karton, 40 x 49 cm

Bei dieser symbolisch dargestellten Begegnung begrüsst die rechts stehende Gestalt die links von ihr stehende, welche ihr um den Hals fällt, freudig mit erhoben Armen. Man kann eine solche Szene wohl nicht bündiger und sparsamer und dennoch derart eindeutig und eindrücklich darstellen.

Selbstdann wenn Hans Mattis Teutsch gar nichts Anderes als diese Gemälde kreiert hätte würde ihm meines Erachtens dafür ein Platz an der Spitze des Olymps der bildenden Kunst gebühren und diese Gemälde würden im Hinblick auf ihre Einmaligkeit und Neuheit eine ähnliche Bekanntheit und Bewertung verdienen wie die Spitzenwerke von Michelangelo, Tizian oder Rembrandt.

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10. Liebespaar – Umarmung, 1917, Öl/Karton, 34 x 45 cm

Könnte man eine solche Szene, wie die im Bild 10 dargestellte, mit derartiger Eindrücklichkeit besser und insbesondere mit wenigenLinien und sparsameren Mitteln darstellen? Wohl kaum!

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11. Ein Mann und ein Jüngling begrüssen eine Gruppe tanzender Mädchen im Frühling.

1917, Öl / Karton, 50 x 60 cm

Bei diesem hier oben reproduzierten Gemälde(Nr. 11) ist es buchstäblich schwer zu entscheiden,was man daran mehr bewundern soll, die wiederum mit sparsamsten Mitteln aber dennoch eindeutig, leichtverständlich und eindrücklich dargestellte symbolische Szene und die Gebärden der dargestellten Figuren oder ihre farbliche und kompositorische Vollkommenheit, welche wahrhaftig ihresgleichen sucht aber kaum finden dürfte. Es ist ein einmaliges und unvergessliches Erlebnis für Augen und Geist.

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12. Freundinnen, 1917, Öl/Karton, 40 x 49 cm

Wenn man die Gemälde dieser Serie auch nur halbwegs aufmerksam betrachtet ist es unschwer herauszufinden, dass auf diesem Gemälde mittels der von Mattis Teutsch’s konsequent applizierten Farbsymbolik – ausgedrückt durch die violetten Baumstämme – auf diesem Bild zwei junge Frauen oder Mädchen,einander in tiefer Freundschaft zugetan, symbolisch dargestellt sind.

Etwas überraschend ist das nächste Gemälde aus dieser Zeit und Serie, da es im Gegensatz zur üblichen Harmonie und Gewaltlosigkeit in der Kunst von Hans Mattis Teutsch eindeutig eine Gewaltszene symbolisiert, jedoch durch seinen Stil und die extrem schematisierte baumartige Darstellung der zwei Figuren mit den weiter oben dargestellten Gemälden eng verwandt ist. Bewundernswert dabei ist wiederum mit wie wenig und welch sparsamen Mitteln er in der Lage gewesen ist zwischenmenschliche Beziehungen und Situationensowie, wie in diesem Fall, auch Konflikte darzustellen.

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13. Gewaltszene oder dunkle Landschaft, 1918, Öl/Karton, 60 x 69 cm

Offenbar ist auf diesem Bild die rechts dunkelblau dargestellte baumartige Figur mit ausgestreckten Armen dabei,sich an der mit erhobenem Arm dagegen wehrenden dunkelgrün dargestellten Figur Gewalt anzutun. Jedenfalls ist dieses Bild ein klarer Beleg für die Vielseitigkeit und geistige Beweglichkeit von Mattis Teutsch. Man kann darüber rätseln weshalb er diesen absolut und einmalig individuellen und aussagekräftigen Stil, in dem höchstens zehn Werke bekannt sind, bereits nach kurzer Zeit aufgab. Diese sind jedoch dennoch und davon unabhängig kräftige und nachhaltige Argumente für seinen Platz an der Spitze des Olymps der Kunstmalerei.

Nach der hier oben geschilderten Gemäldeserie mit den anthropomorph dargestellten Bäumen, welche in der Anfangsphase der Zeit seiner intensiven Kooperation mit Lajos Kassák’s MAentstanden – vor dessen politisch motivierter Emigration nach Wien im 1920 – schuf Mattis Teutsch nicht nur verschiedene kleinere und grössere Gemäldeserien, sondern auch eine grosse Anzahl graphische Werke d.h. Linolschnitte, sowie Holzskulpturen. Man könnte also behaupten, dass er ständig in einem kreativen Fieberzustand lebte.

Von den Gemälden dieser Zeit ist die zwischen 1919 und 1920 entstandene Serie der sog. «Empfindungen» besonderer Erwähnung wert und von den Skulpturen insbesondere die ebenfalls während dieser Periode kreierten und zum Teil bemalten Holzskulpturen, von denen hier unten je einige typische Exemplare abgebildet sind.

                C:\Users\miki\Desktop\MTJ Maj117.jpg               C:\Users\miki\Documents\@Alter_Desktop\Mattis Teutsch Collection - Kopie\26..jpg

14. Empfindung, 1919, Öl/Karton, 27 x 35 cm     15. Empfindung, 1920, Öl/Karton, 29 x 36 cm

                  C:\Users\miki\Desktop\Mattis Teutsch Collection\37..jpg                         C:\Users\miki\Desktop\Scan_0009.jpg

              16. Adam’s Erweckung, 1919,30 x 36 cm            17. Adonis’ Geburt, 1920, 36 x 29 cm

Auf den als Abbildungen 15, 16 und 17 reproduzierten Gemälden der «Empfindungen»-Serie sind sogar stilisiert dargestellte Oberkörper von menschlichen Gestalten wahrnehmbar.

– 8 –

Zwischen 1921 und 1923 schuf Hans Mattis Teutsch eine, nachträglich in 1950, als «Seelenblumen» betitelte Gemäldeserie, welche durch ihre farbliche und konstruktive Harmonie und Einzigartigkeit ihm, bzw. seiner Kunst ebenfalls eindeutig ein Anrecht auf Unsterblichkeit verleiht. Hier anschliessend sind davon einige typische Beispiele reproduziert. Ihre Gemeinsamkeit in technischer Hinsicht ergibt sich aus ihrer einheitlichen 29 x 36 cm Grösse, sowie aus der strukturierter Oberfläche der Kartonblätter, auf welchen sie erstellt worden sind und welche ihnen ganz besondere Lichtbrechungs-Eigenschaften verleihen.

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18. bis 21. Seelenblumen, 1921-23, Öl auf strukturierten 36 x 29 cm Kartonblätter

Diese Gemälde, welche lediglich in den hier gezeigten vier Grund- bzw. Hintergrundfarben entstanden sind und trotz ihrer, den wirklichen Blumen ähnlichen grundsätzlichen Zwei-farbigkeit bunt wirken, sind pure Phantasieprodukte ihres Erschaffers. Wenn sie nebeneinander, gezeigtwerden wie hier oben, dann verleiht das ihnen – wie hier wahrnehmbar – eine von den aus diversen Blumen bestehenden Sträussen her bekannte stark erhöhte Ausstrahlung. Dem Begriff einer puren Malerei dürften sie besser entsprechen als alles andere bisher Bekannte. Es ist so gut wie unfassbar, dass man dies bisher nicht richtig wahrgenommen und gebührend gewürdigt hatte.

Zum Abschluss verdient hier auch noch Mattis Teutsch’s nach einem anscheinend etwa gut anderthalb Jahrzehnte dauernden Unterbruch, im 1916 wiederaufgenommene Tätigkeit auf dem Gebiet der Holzbildhauerei, seines ursprünglich erlernten Berufes, Erwähnung. Dies insbesondere auch weil er sie -zum Teil – erfindungsreich und innovativ mit der Malerei kombinierte, wie hier unten anhand einiger Beispiele gezeigt wird.

Die in farblicher und kompositorischer Hinsicht bestehende Ähnlichkeit der Bemalung der hier anschliessend gezeigten Skulpturen mit den Gemälden der weiter oben vorgestellten sog. «Empfindungen»- Serie ist offensichtlich. Damit erfand und erschuf Hans Mattis Teutsch m. E. eine Art dreidimensionale Malerei.

               C:\Users\miki\Desktop\Scan_0005.jpg C:\Users\miki\Desktop\Scan_0010.jpg C:\Users\miki\Desktop\Scan_0002.jpg C:\Users\miki\Desktop\Scan_0004.jpg

22. Figur, 1922, 19cm 23. Umarmung, 1918, 34 cm 24. Tänzerin, 1919, 32 cm 25. Figur, 1920, 21 cm

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26. Mutter mit Kind, 1924, 38 cm

Das Ende der etwa zehnjährigen künstlerisch-schöpferischen Glanzzeit von Mattis Teutsch fand gegen Schluss der 1920-er Jahre beinahe ebenso überraschend wie deren Anfang statt, als nach Lajos Kassák auch sein zweiter wichtiger Protektor, der Gründer und Leiter der Berliner Galerie «Der Sturm», Herwarth Walden infolge Emigration in die Sowjetunion ausfiel und er sich bald danach zu einer etwa anderthalb Jahrzehnte langen Schöpfungspause und Rückzug auf seine Unterrichtstätigkeit in Brasow veranlasst sah. Sein ausschliesslich aus Gemälden – d.h. ohne Graphiken und Skulpturen – bestehendes Spätwerk, welches er nach dem Ende des Weltkrieges und bis zu seinem Tod, also zwischen 1945 und 1960 schuf, hatte wenig Ähnlichkeit mit seinen früheren Arbeiten und war bedeutend weniger innovativ und bedeutsam als jene. Man könnte als Gründe dafür einerseits das Fehlen von Mentoren wie Kassák und Walden und andererseits sein bereits fortgeschrittenes Alter und angeschlagene Gesundheit vermuten. Was jedoch zählt und einzig wichtig ist, besteht darin, dass er seinem Namen und seiner Kunst mit seinen zwischen etwa 1917 und 1927 entstandenen Werken zweifelsohne ein Anrecht auf Unsterblichkeit erwirkt hat.

Nicolas Eber / ebnic@sunrise.ch

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