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Hans Mattis Teutsch  Maler der anthropomorphisierten Bäume und der Seelenblumen.

Die Hauptdarsteller dieser märchenhaften Geschichte sind der  1884 im damals in der zu Ungarn gehörenden siebenbürgischen Stadt Brassó – welche seit   1920 als Brasov zu Rumànien gehört – geborene und später als Maler, Graphiker und Holzbildhauer bekanntgewordene Hans Mattis Teutsch und der aus eigener Kraft vom physischen Arbeiter  zum Zeitschriftengründer, Redaktor, Schriftsteller und bildender Künstler gewordene Lajos Kassák.

Kassák hat  Ende 1916 die Begabung und Bedeutung  des damals bereits 32 Jahre alten und bis anhin so gut wie unbekannten Mattis Teutsch sozusagen  auf den ersten Blick erkannt und auf den Seiten der im Februar 1917 erschienenen 4.Nummer seiner Ende 1916 lancierten Zeitschrift MA(deren Titel ungarisch Heute bedeutet)  auf Anhieb zwei seiner Linolschnitte (wovon eins auf dem Titelblatt) und  zwei seiner Gemälde reproduziert. In der Folge wurde Hans Mattis Teutsch auf den Seiten von MAzu denam häufigsten reproduzierten Künstler und auch die erste Ausstellung in der im Herbst 1917 eröffneten  Ausstellungsraum der Zeitschrift wurde aus seinen Werken veranstaltet.

Diese Anerkennung und Vertrauen hat der Schöpfungskraft und Phantasie von Mattis Teutsch sozusagen Flügel verliehen.  Im Laufe des folgenden Jahrzehntes kreierte er zahlreiche Serien von neuartigen, einmaligen und bedeutenden Gemälden,  sowie graphischen und holzbildhauerischen Werken. Unter den Gemälden sind dabei die bedeutendsten die im 1917 gemalten und völlig neuartigen  anthropomorphisierten Bäume und die Serie der im 1922-23 kreierten Seelenblumen.

Ohne die Scharfsicht und Vertrauen von Kassák wäre das zwischen 1917 und 1927 entstandene einzigartige Werk von Mattis Teutsch schwerlich entstanden. Ihre bloss etwa vierjährige intensive Beziehung erlitt infolge von Kassák’s und seiner Zeitschrift MA in 1920 politisch motivierten Emigration nach Wien zwar  einen eigentlichen Abbruch, aber Mattis Teutsch´s die durch diese Beziehung entstandene künstlerische Inspiration hatte noch während mehrerer Jahre – etwa bis 1927,d.h. während insgesamt 10 Jahren – Bestand. Dabei war es sehr hilfreich und wichtig, dass Mattis Teutschnach der Emigration von Kassák und MA vorübergehend bei HerwathWalden’s berliner „DerSturm“ Galerie eine neue geistige Heimat finden konnte,

Etwa gleichzeitig mit Walden’s politisch bedingten 1932-er Emigration in die Sowjetunion zog sich Mattis Teutsch  endgültig in seine Geburtsstadt Brasov zurück und setzte dort seine an der dortigen Gewerbeschule bereits im 1908 begonnene und danach mehrfach unterbrochene  Unterrichtstätigkeit bis an sein Lebensende fort. Seine schöpferische Tätigkeit unterbrach er jedoch während etwa 12 Jahren. Seine kunstmalerische – nicht jedoch die graphische und holzbildhauerische – Tätigkeit nahm  er erst nach Ende des 2. Weltkrieges, jedoch in einem gegenüber dem früheren kaum vergleichbaren Stil wieder auf und setztesie bis zu seinem im 1960 – im Alter von 74 Jahren – eingetretenen Tod fort.

Kunsthistorisch hoch bedeutsam  und von unsterblicher Bedeutung sind. seine zwischen 1917 und etwa 1927 entstandenen Arbeiten.

© Copyright 2018 Miklós Éber